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Chronik Battenberg

Chronik Battenberg
Chronik Battenberg
© Foto: Peter Bienhaus
© Foto: Peter Bienhaus
© Foto: Peter Bienhaus

Bis zum Jahr 1945 lebten in der Gegend von Battenberg nur wenige Katholiken. Hauptsächlich waren es Menschen aus dem Ruhrgebiet, die wegen der ständigen Bombardierungen hierher evakuiert wurden.

Seelsorgerisch wurden sie zu diesem Zeitpunkt von Biedenkopf aus betreut. Zu gelegentlichen Gottesdiensten versammelten sich die katholischen Christen in einer kleinen Kapelle, die man im Wohnhaus der Süßmosterei Stark eingerichtet hatte.

Als im Jahr 1946 etwa 3600 Heimatvertriebene, die überwiegend katholischen Glaubens waren, aus dem ungarischen Perbal und dem Sudetenland in das vom evangelischen Glauben geprägte obere Edertal und nach Bromskirchen zwangseingewiesen wurden, änderte sich die Situation grundlegend. Die Zahl der Katholiken stieg sprunghaft in die Höhe, so dass am 29. August 1946 eine eigene Seelsorgestelle in Battenberg eingerichtet wurde.

Dank der Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der evangelischen Kirche, die überall ihre Kirchen für den katholischen Gottesdienst zur Verfügung stellte, war es möglich, in den umliegenden Ortschaften Gottesdienste zu feiern. Mit der Einführung der Währungsreform am 20. Juni 1948 kam bescheidener Wohlstand auf und der Wunsch nach einer eigenen Kirche für die katholischen Christen konnte mit viel Selbsthilfe und mit großzügigen Spenden in Angriff genommen werden.

1952 waren die Arbeiten an der Marienkirche am Burgberg und dem angrenzenden Pfarrhaus abgeschlossen. Bereits am 7. Februar 1954 wurde das aus Holz errichtete Pfarrhaus ein Raub der Flammen. Es wurde noch im gleichen Jahr durch einen Massivbau ersetzt. Auch ohne die Gemeindemitglieder aus Hatzfeld und Bromskirchen war die Marienkirche am Burgberg längst zu klein geworden.

Bau der heutigen Kirche

1962 ging der lang gehegte Wunsch nach einer größeren Kirche, die Platz für alle Gläubigen aus den 14 Ortschaften in zentraler Lage haben sollte, in Erfüllung. Die Gemeinde erwarb das 2546 qm große Grundstück in der Königsberger Straße.

Am 27. Juni 1965 wurde die neue Kirche durch Weihbischof Walter Kampe der Gemeinde übergeben. Am 26. Juni 2005 konnte die Gemeinde das 40jährige Jubiläum ihrer Kirche St. Marien in der Königsberger Straße feiern. Die zurückliegenden 40 Jahre waren durch vielerlei Sanierungs- und Umbaumaß- nahmen sowie der Anschaffung der Orgel, zwei neuer Glocken, des Kreuzwegs, des Tabernakels sowie des Marienbildes geprägt.

Sanierungsmaßnahmen im neuen Jahrtausend

Nachdem die Verwaltungskammer des Bistums den Gesamtkosten von 716000 Euro zugestimmt hatte, begannen am 21. September 2009 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an allen drei Gebäuden.

Um Heizkosten zu sparen wurden die Gebäude gedämmt, was einen neuen Anstrich des Gebäudeensembles  mit sich brachte.

Am 11. September 2010 feierte die Gemeinde St. Marien mit Bischof  Franz-Peter Tebartz-van Elst in einem feierlichen Gottesdienst das Ende der Sanierungsmaßnahmen sowie das 45jährige Bestehen des Gotteshauses  in der Königsberger Straße.

St. Hubertus-Kapelle

Die St. Hubertus-Kapelle "Auf dem Rath" dient den zur katholischen Kirchengemeinde St. Marien, (Battenberg), gehörenden Bürgern Hatzfelds als Gotteshaus. 1898 wurde sie von dem damals in Hatzfeld tätigen Forstmeister Alfred Graf Korff Schmising-Kerssenbrock als private Grabkapelle erbaut.

Ende der 40er Jahre wurde sie der durch den Zuzug der Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien entstandenen katholischen Gemeinde als Geschenk übereignet. 1959 wurde die Kapelle erweitert und erhielt ihr heutiges Aussehen. Im Sommer 1998 wurde das 100jährige Bestehen der St. Hubertus-Kapelle mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Pfarrfest rund um die Kapelle gefeiert.