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Am 20.09.2020

Am 20.09.2020
Am 20.09.2020

Liebe Leser und Leserinnen!

In der Bergpredigt gibt es diese wunderschöne Stelle (Mt 6,19-34) in der Jesus seine Hörer auffordert, sich keine Sorgen zu machen: „Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt!“ Das Kreisen um alltägliche Sorgen findet Jesus nutzlos und überflüssig. „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“. Meint Jesus: zu viel sich Sorgen, das hat etwas mit Selbstbezogenheit zu tun? Geht es um klare Sicht auf ein Problem, oder vielleicht nur um Selbstmitleid? „Die Leuchte des Leibes ist das Auge. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Leib hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Leib finster sein!“ Wie ist mein Blick auf die Welt?

Ich kann mich noch gut an eine Fahrt im Taxi erinnern. Ich war schon sehr nervös. Ob ich es pünktlich zum Ziel schaffe? Ich war unruhig, der Fahrer völlig ruhig. Der 80 km/h fahrende Laster vor uns – kein Problem. Kein Überholen, keine Hektik. Wir kamen pünktlich an. Das „sich sorgen“ hätte ich mir sparen können. Natürlich kann man das „sich sorgen“ nicht einfach so abstellen. Was empfiehlt uns Jesus? Er verweist auf die Vögel des Himmels: sie sähen nicht, sie ernten nicht… euer himmlischer Vater ernährt sie.“ „Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“. Jesus verweist uns also auf die Natur. Er mahnt uns, in der Gegenwart zu bleiben: „Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.“ Das sind praktische Tipps für den Alltag!

Aber das Fundament, das er in unsere Herzen legen will, ist Gottvertrauen: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ Wenn Gott in unserem Herzen wohnt, dann betrachten wir die Welt nicht mehr aus der Perspektive des Mangels, sondern aus der Perspektive der Versorgung durch unseren himmlischen Vater. Es ist eine Lebensaufgabe, diesen Blick des Herzens einzuüben. Ist das nicht eine schöne Perspektive: sich nicht mehr sorgen zu müssen?

Es grüßt Sie Pastoralreferentin Astrid Wilming, kath. Pfarrei St. Elisabeth an Lahn und Eder

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