Kategorien &
Plattformen

Am 22.09.2019

Am 22.09.2019
Am 22.09.2019

Ordnung machen!

Jetzt ist wieder Basarzeit! Häufig sehe ich Einladungen zu Kinder- und Jugendbasaren und sofort fällt mir ein, dass es da einiges gibt, was ich dringend mal loswerden müsste. Es wird nicht mehr gebraucht und stört. Belastet letztlich. Zuviel Zeug belastet. Das gilt für Materielles und das gibt es auch bei Geistigem. Wenn im Kopf zu viele Gedanken rumschwirren hindert das den freien Blick und letztlich den Gedankenfluss. Die Gedanken drehen sich im Kreis.

Kürzlich hörte ich einen Vortrag von Jörg Ahlbrecht von Willow Creek im Gebetshaus Augsburg. Er sprach über die Einladung Jesu: „Werft Eure Sorgen auf mich“. Und er fragte: warum klappt das eigentlich so oft nicht? Zur Demonstration bekam eine Frau aus dem Publikum die Aufgabe, ihre Sorgen in Form von zwei Bällen auf Jesus – den der Referent spielte- zu werfen. Sie warf ihm die Bälle zu, die „Jesus“ mühelos auffing. Warum gelang das so gut? Weil sie zu Jesus blickte, weil sie die Bälle gezielt zu ihm warf. Sie streckte sich zu ihm aus. In der 2. Runde bekam sie den Auftrag ihre Sorgen auf Jesus zu werfen und nur auf die Sorgen –also die Bälle- zu gucken. Klar, so trifft sie natürlich nicht! Das heißt, wenn wir vor allem auf die Sorgen schauen und nicht auf Jesus, dann geben wir die Sorgen auch nicht ab. Eine Freundin von mir hat das so ausgedrückt: Sie legt ihre Sorgen unters Kreuz, dann läuft sie um das Kreuz rum, hebt die Sorgen auf und nimmt sie wieder mit.

Auf Jesus zu blicken ist natürlich nicht so einfach, wenn so viele Gedanken im Kopf herum kreisen. In dem Vortrag wurde uns empfohlen, sich in so einer Situation immer wieder die Zusage Gottes aus dem 23. Psalm zu vergegenwärtigen: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“. Sich durch diesen Gedanken weg zu ziehen von dem Blick auf die Sorgen, von dem Blick auf sich selbst, hin zu Gott und zu seiner Zusage an uns. So ein Ausmisten im Kopf führt zu mehr Freiheit, Gelassenheit, Zuversicht, Freude und Ordnung im Kopf! Zum Gehen „im Licht des Herrn“ (Jesaja 2,5).

Astrid Wilming, Pastoralreferentin