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Indische Messe mit Pater Joby

Indische Messe mit Pater Joby
Indische Messe mit Pater Joby

Eucharistiefeier im syro-malabarischem Ritus

06. Mai 2018 morgens um 11 Uhr in Biedenkopf; die Heilige Messe startet. Doch statt dem normalen Orgelspiel ziehen die Messdiener mit Pater Joby zu indischer Musik ein, denn heute wird in Biedenkopf die Messe nach indischem Ritus gefeiert, genauer nach syro-malabarischem Ritus. Ein Ritus, der fest verankert mit dem Orden von Pater Joby ist. Sie nennen ihn auch Heilige Qurbana. Thomaschristen bezeichnet die indisch christlichen Kirchen, die ihre Geschichte auf eine Erstmission durch den Apostel Thomas zurückführen und heute insgesamt etwa sieben Millionen Mitglieder zählen. Dazu gehört die katholische syro-malabarische Kirche aus Indien. Auch ein spezielles Kreuz haben sie. Die Liturgie stammt aus der Syrischen Kirche. Malabar ist ein anderer Name für Kerala, der Heimat von Pater Joby. Im Jahre 52 landete der Apostel Thomas in Kerala, an der Malabarküste gründete seine erste christliche Gemeinde in Indien. Der Hl. Thomas ist der Vater und Patron der syrischen Kirche. Die Syro-Malabarischen Kirche ist eine der aktivsten und vitalsten katholischen Kirchen weltweit. 3,8 Millionen Christen in Indien folgen die Syro-Malabarische Liturgie. Dieser Ritus ist tief in der indischen Kultur verwurzelt und besonders reich an Gesten und Bräuchen. Es ist eine ständige Darstellung  von Lob, Ruhm, Ehre, Dank und Anbetung an den Dreieinigen Gott und erinnert an das Leben, das Leiden, den Tod, die Auferstehung, die Himmelfahrt und die Wiederkunft Jesus Christi.

Kleiner Einblick in die indischen Gesänge, die uns während der Messe begleitet haben (am Ende singn die Schwestern auch noch)

Gemeinsam mit seinem Provinzial hier in Deutschland und Ordensschwestern aus Rüdesheim feierte Pater Joby auf Wunsch mehrerer Gemeindemitglieder eine indische heilige Messe. Man konnte einen Einblick in die Gesänge, die Liturgie und der Spiritualität bekommen. Die Worte, die auf indisch gesprochen aber größtenteils gesungen wurden, waren für die Gottesdienstbesucher abgedruckt, sowie die Gebete, die die Priester in deutsch überstezt beteten. Diese berührten die Leute sorgten für eine andächtige Atmosphäre im dem etwa 1 1/2 Std langen Gottesdienst. Nach der Messe kam man noch zu einem gemeinsamen indischen Essen zusammen, welches von den Schwestern und der Caritas Konferenz gekocht wurden. Die Stimmung war durchweg gut und angenehm. Auch viele Gottesdienstteilnehmer aus anderen Kirchorten waren mit dabei. Ein kleines, indisches Gemeindefest. Initator dieser wunderbaren Idee war auch eben jene Caritas Konferenz, die gemeinsam mit Pfarrer Hentschel und Pater Joby diesen Tag planten und organisierten.

Wir danken allen Beteiligten für diesen wundervollen Gottesdienst!