Am 16./17.08.2025
Maria – ein mutiges Ja
Maria, bekannt aus der Weihnachtsgeschichte. Viele kennen ihr Bild aus Kirchen oder Krippen. Am 15. August, dem Fest „Mariä Himmelfahrt“, denken Christen besonders an sie. Aber wer war Maria eigentlich? Und was hat sie mit uns heute zu tun?
Die Bibel erzählt: Maria war jung, verlobt und lebte in einfachen Verhältnissen. Eines Tages erhält sie eine ungewöhnliche Botschaft: Sie soll ein Kind zur Welt bringen, durch das Gott der Welt besonders nahekommen will.
Eine unglaubliche Vorstellung. Maria hätte ablehnen können. Doch sie sagt Ja, ohne Bedenken, wie „Ist dieser Auftrag vielleicht nicht zu groß für mich? Ist es nicht zu ungewiss, was passieren könnte? Bringe ich mich nicht in Gefahr, wenn ich das Kind nicht von meinem Mann empfange?“. Und doch: sie ist bereit, auch wenn sie nicht weiß, was das für ihr Leben bedeutet.
Warum ist das nun relevant? Weil wir alle vor Entscheidungen stehen, die wir treffen müssen: Bleibe ich bei meinen Gewohnheiten – oder wage ich etwas Neues, Unbekanntes, gehe ich ein Risiko ein? Sage ich Ja zu einem Menschen, zu einer Aufgabe, zu einem Neuanfang?
Marias Geschichte ist nicht nur interessant für Menschen, die an Gott glauben, sie kann auch darüber hinaus inspirieren. Denn sie erzählt von Mut, Vertrauen in Gott und der Kraft, nicht alles im Leben kontrollieren zu müssen. Von einer jungen Frau, die Verantwortung übernimmt – und damit etwas in Bewegung bringt. Eine, die offen ist für das, was kommt.
Und mal ehrlich: Wann haben wir zuletzt von jemandem gehört, der eine große Aufgabe annimmt, ohne vorher das „Kleingedruckte“ zu lesen?
Vielleicht brauchen wir heute genau solche Menschen: Die, die mit Mut und Überzeugung ihren Weg gehen – und dabei nicht nur sich selbst im Blick haben, sondern auch das Gute für alle.
Wir alle stehen immer wieder vor Entscheidungen. Was zählt, ist, sie ehrlich zu treffen und dafür einzustehen. Auch wenn das bedeutet, persönliche Abstriche zu machen.
Marias Geschichte erinnert uns: Es braucht keine perfekten Voraussetzungen, um etwas zu bewegen. Es braucht ein offenes Herz.
Und manchmal einfach den Mut zu sagen: Ich weiß nicht, was kommt – aber ich bin bereit.